[Bild: SGW Hagen - DSS Wanne-Eickel (4.2.2023)]         

Wasserballuhr

 Beschreibung 

Problem und Idee

Früher   war es so schön einfach:
Am Protokolltisch für ein Wasserballspiel saßen einige Menschen, die einerseits das Spielprotokoll in ein schriftliches Formular eingegeben haben, das nach Spielende dem Spielleiter zugesandt wurde, andererseits die (mechanischen) Uhren (Spieluhr und Sekundenuhr) betätigten.

Heute    ist es etwas aufwendiger:
Es muss eine elektronische Anlage verwendet werden, die eine Spielanzeige für Spielerinnen und Spieler sowie Zuschauer füttert und zusätzlich die Sekundenanzeigen am Spielfeldrand steuert.
Also wird ein Gerät benötigt, das einige Ein- und Ausgänge besitzt, um die erforderlichen Daten zu erhalten und auszugeben:

  • Start- und Stop der Spielzeit
  • Setzen der Sekundenzeit
  • Steuern der Spielanzeige
  • Steuern der Sekundenzeitmonitore
So viele Ein- und Ausgaben hat normalerweise kein normaler PC oder Laptop bzw. Notebook.

Problem   Das bedeutet, dass es notwendig ist, eine elektronische Anlage zu kaufen, die eigentlich nichts anderes als etwas aufgebohrte PC-Hardware ist, auf der beispielsweise ein Linux-Betriebssystem startet, um dann in einer Anwendung die erforderlichen Ein- und Ausgaben zu ermöglichen.
Das lässt sich relativ teuer verkaufen. Als unsere Anlage kürzlich kaputt ging, mussten wir für eine solche Anlage -- es war wohl die preiswerteste -- ca. 2800 Euro bezahlen.
Das ist für die Helden der Kreisliga schon existenzbedrohend. Das muss doch auch anders gehen!

Idee   Gesucht ist daher ein System, das mit üblicher Hardware wie PC, Laptop, Notebook und/oder Smartphone funktioniert. Die notwendigen Ein- und Ausgaben werden jeweils durch unabhängige Anwendungen bedient. Diese Anwendungen kooperieren miteinander. Man nennt eine solche Struktur ein verteiltes System.

Lösung: Webanwendung

Das Problem lässt sich mit einer Webanwendung lösen. Auf einem Endgerät läuft in einem Browser-Fenster die Anzeige für den Protokolltisch, in der die Eingaben per Maus und evtl. Tastatur erfolgen. Falls ein externer Monitor anschliessbar ist, kann in einem zweiten Browser-Fenster die Spielanzeige gestartet werden, die auf diesem Monitor angezeigt werden kann.
Ansonsten wird mit einem zweiten Endgerät wie z.B. auch einem Raspberry Pi ein Browser mit der Spielanzeige gestartet. Mit weiteren Endgeräten oder einem weiteren getrennten Monitor kann auch die Sekundenzeit angezeigt werden. Das ist doch ein sinnvoller Einsatz für alte Hardware, die sicher zumeist vorhanden sein sollte.

Die Webanwendung wird dann in einem Webserver gehostet. Das kann auf einem beliebigen Computer wie beispielsweise auch der Computer, der die Protokollanzeige verwaltet.

Bedienung

Die Bedienung ist eigentlich selbsterklärend.
  • Ausgehend von der Webseite werden auf den Endgeräten die Teilsysteme gestartet.
  • Die Fenster werden auf Vollbild (zumeist Taste   [F11]  ) gesetzt.
  • Eventuell die Vergrösserung mit   [Strg] +   bzw.   [Strg] -   anpassen.
  • Ausschliesslich im Protokollsystem werden Eingaben getätigt. Diese können alle mit der Maus erfolgen. Das Starten und Stoppen kann auch mit der Spacetaste erfolgen. Damit können evtl. zwei Personen die Eingaben tätigen.
  • Die Protokollanzeige kann beispielsweise auch auf einem Smartphone erfolgen.
  • Achtung:
    Sollten gleichzeitig mehrere Protokollanzeigen gestartet werden, blicken Spielanzeige und Sekundenanzeige nicht mehr durch ;-)) .

Hinweise zu Smartphonen

Wie oben schon erwähnt, kann das System auch auf Smartphonen verwendet werden. Ich vermute, dass manche Personen die Eingaben sogar lieber damit durchführen.
Abgesehen von einigen neueren und auch wohl teueren Geräten haben Smartphone im Allgemeinen keine zusätzlichen Videoausgänge, sodass die Sekundenanzeige oder Spielanzeige mit anderen Endgeräten angezeigt werden müssen. Man kann aber auch auf den Smartphonen diese Teilsysteme anzeigen lassen. Sie werden dann für den kleinen Bildschirm gerendert, sodass man die Funktionsweise nachvollziehen kann.
Achtung: Die meisten Smartphone haben nur den Tab, das Fenster, den Browser aktiv, der im Vordergrund ist. Dann werden die Sekundenanzeige und die Spielanzeige natürlich nicht korrekt angezeigt, wenn man mit der Protokollanzeige experimentiert. Man kann aber beispielsweise die Protokollanzeige auf dem Laptop oder auch auf einem zweiten Smartphone starten und dann die Sekundenanzeige oder Spielanzeige auf dem ersten Smartphone betrachten.

Hinweise zu älteren Endgeräten bzw. Browsern

Der Spielbetrieb im Wasserball kostet den Vereinen genug Geld. Dann ist es gut, für die Technik nur wenig Geld ausgeben zu müssen. Dieses System benötigt keine teure, neue Hardware. Daher können auch alte Geräte verwendet werden, die viele noch irgendwo rumliegen haben.
Die Softwaretechnik auch in Sachen Webtechnologien entwickelt sich allerdings weiter. Dieses Wasserballuhr-System verwendet im sogenannten Frontend übliche Techniken wie HTML, CSS und Javascript. Das ist schon viele Jahre eigentlich Standard. Für schon relativ alte Geräte gibt es für die Sekunden- und die Spielanzeige noch eine weitere Version, die auch dann noch funktionert, wenn die 'Normalversion' nicht funktionieren sollte.